Die Bürgermusik Tuggen bot am diesjährigen Jahreskonzert Traditionelles und Modernes. Bild Marco Mettler
Die Bürgermusik Tuggen bot am diesjährigen Jahreskonzert Traditionelles und Modernes. Bild Marco Mettler

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«Santana» in der Riedlandhalle

Am Samstagabend lud die Bürgermusik Tuggen in die Riedlandhalle. Ein musikalisches Spektakel auf höchstem Niveau erwartete das Publikum. Den ehrenvollen Abschluss des Konzerts bildete das alljährliche Theater, das mit seinem Witz, einem professionellen Bühnenbild und ausgearbeiteten Schauspielerdarbietungen das Publikum begeisterte.

Nachdem um 20Uhr die vielen Besucher eingetrudelt waren, eröffnete die Bürgermusik Tuggen ihr Jahreskonzert mit dem modernen Hit «Night Ride through Metropolis» von Rob Romeyn. Entertainer Nino Ferrari führte das Publikum mit seinem italienischen Charme durch den Abend und scheute sich nicht, den einen oder anderen flotten Witz in seine Zwischennummern einzubauen. Der erste Block war vor allem von stillen Klängen gekennzeichnet, die mit fesselnden und schnellen Abschnitten alternierten. Abgeschlossen wurde er mit «Fandango», bei dem der Solist Philipp Zaberer am Xylophon für gespannte Minuten sorgte.

Änderungen nach Pause

Nach der Pause trat das Orchester in neuer Sitzordnung mit Dirigent Achilles Schnider – im blauen Anzug mit orangefarbenem Unterhemd und ohne Dirigentenstock – wieder auf. Big-Band-Klassiker wie «Birdland» und der Hüftschwung des Dirigenten zogen das Publikum während des zweiten Konzertteils in ihren Bann. Das Ende – und zugleich der Höhepunkt – des Konzerts stand im Zeichen von Louis Huber, der ein fulminantes Solo am Altsaxophon zum Lied «Santana – A Portrait» ablieferte. Als Ausklang durfte natürlich ein traditioneller Marsch nicht fehlen, und so übergab Nino Ferrari ehrwürdig den Dirigentenstock an Achilles Schnider, mit dem er zum letzten Mal den Takt angeben konnte.

«Lasterhaftes» Tuggen

Nach dem Konzert überzeugte das Orchester noch einmal mit einem gelungenen Theater, das vor allem aufgrund der verschiedenen Charaktere, die perfekt von den Schauspielern verkörpert wurden, punkten konnte. Petrus (gespielt von Pascal Huber) schaut in seiner «Himmelspforte 25» den lasterhaften Tuggnern einmal mehr ins «Sündenregister», als der Alkoholiker Schacher Sepp (gespielt von Martin Mock) und die Männerheldin Jenny (gespielt von Tina Bamert) vors höchste Gericht treten müssen. Nicht nur Petrus hat also alle Hände voll zu tun, denn nebenan im Fegefeuer lauert schon Luzifer (gespielt von Louis Huber) und wartet sehnsüchtig auf neue Seelen für seine Höllenqualen.

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.11.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/SCiitw