Jedes Kleid ist ein Individuum», sagt Modedesigner Sandro «Saro» Schwyzer über seine Stücke. Bild zvg
Jedes Kleid ist ein Individuum», sagt Modedesigner Sandro «Saro» Schwyzer über seine Stücke. Bild zvg
«Saro» zeigt seine Mode in der Heimat - 1
Der Wollerauer Sandro Schwyzer zeigt erstmals seine Kollektion in der Schweiz.
Der Wollerauer Sandro Schwyzer zeigt erstmals seine Kollektion in der Schweiz.

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«Saro» zeigt seine Mode in der Heimat

Der Wollerauer Modedesigner Sandro Schwyzer alias «Saro» präsentiert seine Kollektion an der «Mode Suisse».

Sandro Schwyzer lebt mit dem eigenen Modelabel «Saro» seinen Traum. Nach seinem Studium in Paris und einem sechsjährigen Abstecher nach London lebt der gebürtige Wollerauer heute im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Dort designt und produziert er seine Mode. Nun haben auch die Schweizer wieder einmal die Möglichkeit, Schwyzers Kollektion zu sehen. Am 9. Februar präsentiert er seine Kleider den Einkäufern von Modeboutiquen und der Fachpresse an der «Mode Suisse» in Zürich. Am Tag darauf verkauft er seine Stücke dann an der Heinrichstrasse 237 in Zürich (mehr Informationen dazu im Internet unter www.saro.nyc).

Hochwertige Stoffe

«Saro» präsentiert Kleider seiner Winterkollektion 2015/2016. Diese sei geprägt von Burgunderrot und schwarzer Spitze, erklärt Schwyzer. «Ich verwende aber auch ein paar extravagante Stoffe wie golden bedruckte grüne Seidengeorgette», so der 32-Jährige,der sich momentan quasi auf Heimaturlaub in Wollerau befindet. Wie immer bei seinen Schöpfungen verwendet er nur hochwertige Stoffe von Schweizer Stoffherstellern wie Schlaepfer, Wyssbrod oder Greuter. Dies drückt sich dann auch in den Preisen aus: Ein original «Saro»-Kleid kann denn auch gut und gerne zwischen 800 und 2000 US-Dollar kosten.

New York in die Schweiz bringen

Schwyzer hat nie als Designer in der Schweiz gearbeitet, sondern war stets im Ausland tätig.«Nun möchte ich den New Yorker Groove in die Schweiz bringen», sagt er. Das Motto seiner Show in Zürich lautet deshalb auch «The Chelsea Girl» und orientiert sich am «Chelsea Hotel» in New York und Andy Warhol, der sich im «Chelsea Hotel» unsterblich gemacht hat. Im 1883 erbauten Hotel wohnten und wohnen zahlreiche Musiker, Künstler und Schriftsteller, darin entstanden Songs, Bilder, Bücher und so weiter. Kurz: Es ist ein legendäres Künstlerhotel. «Meine Kleider sind sowieso extravagant und künstlerisch. Daher passt dies sehr gut», so Schwyzer. Man werde das Motto in der Musik und im Styling sehen, verspricht er.

New York ist fantastisch

Mit New York scheint der Designer, der vor Kurzem von Manhattan nach Brooklyn umgezogen ist, seine grosse Liebe gefunden zu haben. «Die Stadt ist fantastisch. Ich möchte momentan nirgendwo sonst leben», schwärmt er. Schwyzer schätzt die Direktheit und Offenheit der New Yorker. «Ich nehme sie überhaupt nicht als oberflächlich wahr. Im Gegenteil, ich habe einige tiefgründige Freundschaften geknüpft.» Er schätze den Service, dass 24 Stunden am Tag alles geöffnet und möglich sei. «Zudem wird man hier von niemandem gebremst, wenn man eine Idee hat»,betont «Saro».New York sei zudem wunderschön, und er sei fasziniert von der Geschichte.

Organisch wachsende Kollektion

Schwyzer designt eigentlich keine saisonalen Kollektionen mehr. «Ich entwickle Schnitte.Wenn ein Schnitt fertig ist, mache ich davon Mutationen, verwende andere Stoffe und variiere die Längen.» Altes fällt dabei regelmässig weg, Neues kommt hinzu.«Damit habe ich eine organisch wachsende Kollektion.» Jedes Kleid ist dabei ein Individuum. Die Kundinnen kommen zu ihm ins Atelier, wählen ein Stück aus und Schwyzer passt es an. «Jedes Kleid wird für die Frau massgeschneidert. Ich mache kein Massen- sondern ein Massprodukt.» Wer seine Mode trägt, möchte etwas ausdrücken. So gehören zu seinen Kundinnen «Downtown-Fashionistas», hippe New Yorkerinnen, Kunstgaleristinnen, aber auch Business-Ladies.«Ich designe keine Alltagsmode, sondern Kleider für spezielle Events», erklärt der Wollerauer.

«Inspiration ist immer die Frau»

Wenn er ein neues Kleid kreiere, denke er dabei immer an eine spezielle Frau, und wie es an ihr aussieht. «Meine Inspiration ist immer die Frau», betont er. Daneben lässt er sich von den drei Pfeilern «Wissenschaft», «Politik» und «Kunst» inspirieren; diesen drei Punkten gelte eigentlich sein gesamtes Interesse, darüber lese er. So kommt es beispielsweise durchaus vor, dass ein Künstler für «Saro» einen Stoff bemalt. Seine Schnitte seien zudem sehr geometrisch. Wer sich selbst davon überzeug

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

04.02.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/ZT91xy