Nach gut zweieinhalb Stunden waren alle Aufnahmen im Kasten. Bild Marietta Birchler
Nach gut zweieinhalb Stunden waren alle Aufnahmen im Kasten. Bild Marietta Birchler

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Schule Egg produzierte Weihnachts-CD

Wie kleine Stars konnten sich die Egger Schüler am vergangenen Montag fühlen, durften sie doch in einem mobilen Tonstudio zusammen mit zwei Profis eine Weihnachts-CD aufnehmen.

Für einmal ausnehmend früh sind die Egger Schüler und ihre Lehrerinnen dieses Jahr in Weihnachtsstimmung. Grund ist eine Idee des Künstlers Franz Marian Kälin vom Sternen, Egg. Er wünschte sich, dass die Weihnachtsgeschichte in einheimischem Dialekt aufgenommen würde und während des Christbaumverkaufs am Etzel bei der Krippe mit den grossen Krippenfiguren und den lebenden Schafen gehört werden könne.

Geschichte übersetzen

Gehör fand dieser Vorschlag bei seinen beiden Grossneffen Veit und Lukas Kälin, welche geradezu prädestiniert für diese Aufgabe sind. Der 30-jährige Lukas ist Tontechniker und in dieser Funktion beispielsweise am Humorfestival Arosa oder nächste Woche am beliebten Polyball in Zürich tätig. Sein drei Jahre älterer Bruder Veit ist Lichtdesigner und Fachperson für Veranstaltungstechnik und ab kommendem Jahr als einer von drei Co-Leitern des Theater Spektakels Zürich zuständig für Technik und Bauten.

Pure Begeisterung

Auf offene Ohren stiessen sie mit ihrem Anliegen auch bei der Egger Fünft- und Sechstklasslehre rin Marlies Mathis, welche damit ebenso ihre Kolleginnen begeistern konnte. Nun ging es zuerst daran, eine geeignete Weihnachtsgeschichte zu finden und diese in Mundart zu übersetzen, was die Schüler mit Eifer taten. Den richtigen Schliff gaben dem Text die beiden Schwestern Michelle und Evelyne Kälin, welche nämlich die einzigen Egger Kinder sind, die den hiesigen Dialekt noch ziemlich rein sprechen. Entsprechend wurden sie zu den Geschichtenerzählerinnen ernannt. Ebenso wurden alte, kaum oder gar nicht bekannte, jedoch zur Geschichte passende Weihnachtslieder gesucht.

Üben, üben, üben

Kurz nach den Herbstferien hiess es bereits mit Üben anfangen. Musikalisch unterstützt wurden die Egger dabei von der Musikerin Bernadette Mathis, welche nebst der Leitung des Gesamtchors mit den Schülern auch Instrumentalbegleitungen einstudierte und die Lieder selber am Klavier oder auf der Flöte begleitete. In einem richtigen Tonstudio wähnten sich dann die Egger Schüler am vergangenen Montagnachmittag, hatten doch der Aufnahmeprofi Lukas Kälin und sein Assistent, sprich Hilfstontechniker Veit, im Mehrzweckraum eine ganze Anlage mit verschiedenen Mikrofonen, einem grossen Mischpult, diversen Computern und einer Menge Kabel installiert. Bevor die Aufnahme losging, stellten sie den interessierten Schülern dieses mobile Tonstudio vor und ebenso, was es alles braucht, bis dann die CD wirklich gehört werden kann.

Gar nicht so einfach

Nun ging es endlich los. Wer aber gemeint hatte, es könnten nun einfach alle Lieder einmal gesungen und die Weihnachtsgeschichte vorgelesen werden, der täuschte sich gewaltig. Einmal war da ein Ton falsch, das andere Mal hörte man einen Pantoffel auf den Boden klatschen oder ein Papier rascheln oder von draussen wurde ein störendes Geräusch vernommen. So galt es des öftern zu wiederholen und die Ausdauer der Schüler wurde auf die Probe gestellt. Die beiden Projektleiter hingegen hatten jede Menge Geduld und meinten zum Schluss gar, sie seien vom Können der Schüler positiv überrascht worden. Nach gut zweieinhalb Stunden waren schliesslich alle Aufnahmen im Kasten und die Schüler sind zusammen mit ihren Lehrerinnen jetzt schon gespannt, wie ihre eigene Weihnachts-CD tönen wird.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

21.11.2014

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schwyzkultur.ch/Z5Aded