Auch Willi Valotti ist in Oberarth mit dabei. Bild www.valotti.ch
Auch Willi Valotti ist in Oberarth mit dabei. Bild www.valotti.ch

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Seit 25 Jahren ist in Oberarth Ländler Trumpf

Es ist Tradition, dass immer am Abend vor dem Seppitag Oberarth zum Treffpunkt von guter Schweizer Volksmusik wird. Kurt Zurfluh über 25 Jahre «z’Oberarth isch Ländler Trumpf»

Dieses Mal steht die Veranstaltung am 18. März ganz im Zeichen des 25-Jahr-Jubiläums unter dem Motto «5 mal 5 Stunden Ländlermusig in Oberarth». Verschiedenste Formationen spielen in fünf Lokalen auf, so die Kapelle Edy Wallimann/Hanspeter Reichmuth (Café Türlihof), das Ländlertrio Bründler/Gyr (Horseshoe Bar), Willi Valotti/Claudio Gmür (Pavillon Frohsinn) und Handorgelduo Esther und Edith (Restaurant Engel). Aus dem Restaurant Schöntal gibt es die Radio-Direktsendung «Zoogä-n-am Boogä» mit dem Küssnachter Moderator Beat Tschümperlin, dem Handorgelduo Dani und Thedy Christen, dem Echo vom Paradiesli, dem Schwyzerörgelitrio Ur-Musig und dem Handorgelduo Rogenmoser/Herger mit Gast Sebi Heinzer.

Initiant dieser Ländlermusik-Konzerte war und ist immer noch Peter Fässler, ehemaliger Präsident des Verbandes Schweizer Volksmusik (VSV). Er organisierte schon zwischen 1972 und 1979 im Engelsaal in Oberarth einen Ländlerabend. Bekannte Grössen wie Carlo Brunner (mit seinem Vater Ernst), Willi Valotti, Bruno Syfrig und Hans Aregger spielten auf. Daraus wurde ab 1992 eine Tradition, wie Peter Fässler erklärt: «Es gab immer weniger Ländlerlokale in der Gemeinde Arth. Ich wollte beweisen, dass man mit guter Ländlermusik ein grosses Publikum finden kann.» Die erste Ausgabe wurde zu einem Riesenerfolg, vor allem natürlich auch, weil Peter Fässler ein attraktives Programm zusammenstellte mit der Kapelle Carlo Brunner, mit dem Echo vom Tödi, Willi Valotti, Claudia Muff und den urchigen Glarnern.

110 Formationen mit dabei

Dank der Unterstützung vom Einwohnerverein Oberarth, der Gemeinde Arth und dem VSV-Kantonalverband Schwyz sowie der Bereitschaft der Wirte hält sich «z’Oberarth isch Ländler Trumpf» nun seit 25 Jahren. Zwar hatte Peter Fässler immer wieder Mühe, genügend Lokale zu finden, da seiner Ansicht nach der Anlass in die «Beizen» gehörte und nicht in Hallen oder Kaffeehütten.

Inzwischen hat sich das Angebot bei vier bis fünf Restaurants eingependelt. Rund 110 Formationen aus der ganzen Schweiz und mehrere Nachwuchsgruppen gastierten in den vergangenen 24 Jahren im Oberdörfli. «Ich musste nie einen schriftlichen Vertrag aufsetzen, da das Engagement mit einem Handschlag geregelt wurde», zieht Peter Fässler Bilanz.

Ob es nach der 25. Austragung weitergeht, weiss der initiative Ländlermusikfreund Fässler nicht. Als Alleinorganisator müsste er ein neues Konzept ausarbeiten, denn ganz klar ist: Mit einem Passepartout als Eintritt in fünf Lokale für zwölf Franken ist künftig die Verpflichtung von guten Ländlermusikanten nicht mehr möglich. Vielleicht begreifen es nun auch jene, die meinen, Volksmusik sei gratis, die Musikanten würden für Wurst und Brot aufspielen.

Bote der Urschweiz (Kurt Zurfluh)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

02.03.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/ieNH4h