Alicia Giezendanner an der Violine und Pianist Marc Fink interpretierten Werke von vier Komponistinnen. Bild: Thomas Bucheli
Alicia Giezendanner an der Violine und Pianist Marc Fink interpretierten Werke von vier Komponistinnen. Bild: Thomas Bucheli

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«Jede Frau ist stark»

Die Geigerin Alicia Giezendanner und Marc Fink am Piano gaben ein Matinee-Konzert in Steinen.

Die 23-jährige Violinistin Alicia Giezendanner und der 22-jährige Berner Pianist Marc Fink interpretierten am Pfingstmontag in einer Klassikmatinee Werke von vier Komponistinnen. Das gestrige Konzert fand im Rahmen des Kulturmonats im voll besetzten Müsigricht in Steinen statt. Die Brunner Violinistin trat in diesem Monat als starke Frau auf. «Meiner Meinung nach ist jede Frau stark, ob Musikerin, Mathematikerin, Malerin oder Mutter. Frauen müssen sich täglich in ihrem Umfeld beweisen.» Dies habe auch für die vier Komponistinnen Jeanne Louise Farrenc, Amy Beach, Rebecca Clarke und Lili Boulanger gegolten, welche sie klangvoll interpretierten, weiss die Berufsmusikerin. «Vor allem, da sie sich in einer männerdominierten Sparte einen Namen machten.» Sie habe heute das Privileg, an einer Hochschule zu studieren, die ihr das Gefühl gebe, als Frau keinen Nachteil zu erleben.

Viel Verzicht für einzigartige Vorträge


«Im Orchester zu spielen, stellt meine Leidenschaft dar, und ich wünsche mir, dass ich das mein Leben lang tun kann. Um dahin zu kommen, wo ich jetzt stehe, habe ich viel investiert und musste oft verzichten.» Sie sei dankbar, dass die Musik ihren Beruf darstelle und freue sich auf all das, was sie in ihrem Studium zur instrumentalen Musikpädagogin noch lernen dürfe. Unter den Werken, welche sie zusammen mit dem Pianisten Marc Fink – mit dem sie seit drei Jahren regelmässig zusammen auftritt – aufführte, waren eine Violine-Sonate, Kompositionen für Geige und Piano, kleinere Stücke für die beiden Klassikinstrumente und weitere traumhafte Sätze zu hören. Sehr gross war die Auswahl an Stücken von Komponistinnen nicht, dafür überraschte das Duo mit einzigartigen Vorträgen. «Wir hätten auch Clara Schumann spielen können, doch mir war es ein Anliegen, vier Komponistinnen vorzustellen, die man zu Unrecht noch nicht kennt», so die Brunnerin, welche sich freute, wieder auftreten zu dürfen – und dies praktisch vor der eigenen Haustüre und vor Verwandten und Freunden.

Bote der Urschweiz / Thomas Bucheli

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

25.05.2021

Webcode

www.schwyzkultur.ch/CERK2R