Darbietung des Gesamtchors: So wurde der grossartige Anlass beendet. Bild Konrad Schuler
Darbietung des Gesamtchors: So wurde der grossartige Anlass beendet. Bild Konrad Schuler

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Ein Leckerbissen für Auge und Ohr

Gegen 500 Gäste aus den verschiedensten Landesgegenden genossen am Samstagabend im Mehrzweckhaus Baumeli in Unteriberg insgesamt 29 Lieder- und Juuzervorträge von fünf Jodlerklubs und Jodlerchörli aus ebenso vielen typischen Regionen der Deutschschweiz.

Drei Stunden Jodelund Gesangsvorträge aus der absoluten Spitzenklasse sowie ein begeistert mitgehendes Fachpublikum drückten der rundherum gelungenenVeranstaltung den Stempel auf. Die fünf auftretenden Formationen aus den verschiedensten Regionen der Schweiz zeichneten verantwortlich für eine echt urschweizerische, gemütliche und urchige Demonstration von althergebrachtem Brauchtum. Das 11. Natur-Juuzer-Fäscht begeisterte das Publikum. Die Jodlergruppe Lötschberg aus Frutigen BE, der Jodlerklub Luegisland aus Ebnet-Entlebuch LU, der Jodlerklub Edelweiss aus Ibach, das Saumchörli aus Herisau AR und das Tschiferli-Cheerli aus Kägiswil OW überzeugten mit ihren hochstehenden Darbietungen. Zum Tanz und zur Unterhaltung spielte das Ländlertrio Fässler-Fuchs auf. Eingestimmt wurden die Gäste von 18.00 bis 19.00 Uhr vom Schwyzerörgeliduo Lacher-Bellmont mit Ueli Ott am Bass.

OK-Präsident sehr zufrieden

OK-Präsident Fritz Marty (Dökti) zog um Mitternacht ein positives Fazit: «Ich bin rundum zufrieden.Wir hatten gegen 500 Gäste, fünf hervorragende Klubs und eine tolle Stimmung. Heute Abend haben vor allem die Appenzeller und die Frauen den Ton angegeben.» Gemeint waren damit das Saumchörli aus Herisau und das Tschiferli-Cheerli aus Obwalden. Beide Formationen hatten für das Auge und das Ohr viel zu bieten. Auch einer 12. Austragung sieht Fritz Marty mit Zuversicht entgegen. «Wenn ich weiterhin so toll unterstützt werde von Spitzenklubs, den OK-Mitgliedern, den Helferinnen und Helfern sowie den Sponsoren, wird es voraussichtlich am 1. Juni 2013 eine weitere Ausgabe geben.» Bei der Eröffnung des Abends schon strahlte er: «Es ist eine Freude, so viele schöne Frauen und Männer in diesem Saal begrüssen zu dürfen.» Wiederum bat er die Anwesenden, so schön ruhig und brav zu sein wie in den letzten zwei Jahren. Dieser Aufruf kam hundertprozentig an beim Fachpublikum. Bis zur 29. und letzten Darbietung war es während den Vorträgen mucksmäuschenstill. Er bedankte sich zu Beginn und am Schluss insbesondere bei den fünf Spitzenformationen, den gegen 500 Gästen, den OK-Mitgliedern, den Sponsoren, davon namentlich Sepp Dettling aus Brunnen sowie Edith und Kurt Fröhlich aus Oberiberg, und nicht minder herzlich bei all seinen treuen Helferinnen und Helfern.

Charaktere der Regionen ohrenfällig

Die Vorträge waren breit gefächert und äusserst vielfältig. Die Charaktere der verschiedenen Landesteile kamen voll zur Geltung. Mit dem Tschiferli- Cheerli aus Kägiswil trat imYbrig erstmals eine reine Frauenformation an. Der sympathische Auftritt der in wunderbaren Trachten auftretenden Ob- und Nidwaldnerinnen war eine zusätzliche Bereicherung des erfolgreichen Anlasses. Vor der Pause wurden je zwei Lieder oder Juuze vorgetragen, nach der Pause drei bis vier. Zugaben wurden reihenweise und von allen teilnehmenden Jodlerklubs und Jodlerchörli verlangt. Die fünf Formationen hatten allesamt ihre eigenen Stärken. Gemeinsam zeigten sie einen wunderbaren Querschnitt durchs schweizerische Jodeln und Singen auf. Qualität bei den Vorträgen und farbenfrohe Trachten sorgten für einen nachhaltigen Eindruck.

Schwyz mit Jodlerklub Edelweiss

Der Kanton Schwyz war durch den Jodlerklub Edelweiss aus Ibach vertreten. Gestartet wurde sein Programm mit dem «Rose-Jutz». Darauf folgte das Lied «Wenn d’Schwälbeli i Süde ziehnd» von Adolf Stähli. Im zweiten Teil zeigten die Ibächler unter der Leitung von Angela Arnold vor allem beim abschliessenden «Schwyzer-Jutz» ihre bekannten Stärken.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.06.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/EHbGv6