Der Theatergruppe Willerzell ist wieder eine besondere Komödie gelungen, die viele Lacher aus dem Publikum hervorbrachte. Bild Franz Kälin
Der Theatergruppe Willerzell ist wieder eine besondere Komödie gelungen, die viele Lacher aus dem Publikum hervorbrachte. Bild Franz Kälin

Nachrichten

Willerzeller Premiere erneut ein Lachschlager erster Güte

Bereits zum 32. Mal öffnete sich am Stefanstag in Willerzell der Theatervorhang für eine Komödie der besonderen «Marke Willerzell». «Jetz chunnt's nüd guet!»

Und wie schon in den vergangenen gut 30 Jahren ist es wieder eine Komödie mit Lachgarantie. Das Stück mit vielen Turbulenzen und träfen Sprüchen verspricht ein Volltreffer zu werden. In bester Manier agieren die Schauspieler auf der kleinen, engen Bühne. Das Publikum wird das Stück bestimmt zu einem Erfolg werden lassen. Der 26. Dezember ist in unserer Region neben dem kirchlichen Feiertag auch ein Tag der Theaterpremieren. In Willerzell und Bennau laden die Theatergruppen zum Besuch und das Publikum nimmt diese Einladung gerne an. Und die Anfahrt nach Willerzell war an diesem Samstagabend ganz besonders stimmig: Einen Tag vorher Vollmond, also eine sehr helle Nacht mit einem prächtigen Sternenhimmel. Die Vorfreude auf den Dreiakter, aber auch die Erwartung an die Schauspieler war gross. Man ist ja die letzten Jahre und noch viel weiter zurück immer wieder verwöhnt worden mit bester Unterhaltung. Und so erwartete man auch dies mal nichts anderes da waren sich alle Besucher einig.

Ein neuer Autor fürs Willerzell

Mit Armin Vollenweider kommt dieses Jahr ein Autor mit einem Stück ins Willerzell, den man hierzulande noch nicht kennt: Armin Vollenweider. Der Mann hat schon einige Komödien geschrieben, so auch noch: «Eine verhängnisvolle Nacht». Beide Stücke verlegt der deutsche Mundart Verlag. Unter dem Titel «Männerwirtschaft» wurde das Willerzeller Stück dieses Frühjahr auch schon in Bregenz mit grossem Erfolg aufgeführt. Die Enge der kleinen Willerzeller Bühne spiegelt den Platz des geschilderten Dörfchens wunderbar wider oder ist mit dem Dörfchen in verkappter Manier gar Willerzell selber gemeint? Da ist die Dorfbeiz «Krone», die Dorfbäckerei «Unger» und die Dorfmetzgerei «Sieber» in schönster Nachbarschaft vereint mindestens, wenn es nach den Männern geht. Die hocken nämlich bei grosser Hitze es ist die Woche vor dem 1. August bei Bier und beim Jassen in der Gartenbeiz. Und sie würden sehr wahrscheinlich immer noch dort hocken, wären da nicht diebeiden Frauen des Metzgers und des Bäckers, die sich darüber beklagen, dass sie (zu) vieles allein machen müssen, da sich ihre Ehemänner viel lieber dem Trunk und dem Spiel in Sepp Stalders Beiz ergeben.

Polizist Ötterli und Inspektorin Felber

Nun kommt Fluss ins Spiel. Polizist Ötterli, glänzend verkörpert von Fredy Stössel, und Frida Felber, Inspektorin der Gesundheitskommission, bringen sich mit geheimnisvollen Aussagen gekonnt ins Spiel: «Ich dörf niemerem öppis verzellä, das sind geheimi Ermittligä!» Und doch erzählt Ötterli allen Interessierten von seinem Verdacht, von der «SOKO Krone». Das Verwirr- und Verwechslungsspiel beginnt und wird mit der Ankunft von zwei Fitness-Instruktorinnen, die in der «Krone» unter anderem als Köchin und Serviertochter fungieren, auf die Spitze getrieben. Die beiden Geschäfts- und Ehefrauen wittern förmlich die Verführungskünste der beiden Fitnesspäpstinnen, die ihre Männer unter dem Motto: «Mir gaht' s guet!» zu Wald-Walkingtouren animieren, statt dass sie in ihrer Metzg und Bäckerei wirken. Bevor aber alles aus dem Ruder läuft, gibts wie in jeder echten Komödie ein Happy-End. Diesmal für alle Beteiligten nein nicht für alle: Polizist Ötterli muss seinen Fall wegen Mangel an Beweisen abschreiben. Dabei wäre es sein erster erfolgreicher Fall in den 28 Jahren seiner Polizistenkarriere gewesen! Nun aber genug erzählt auch ich «dörf niemerem öpis meh verzellä!»

Tickets

T 055 412 19 94

www.tg-willerzell.ch

Einsiedler Anzeiger (li)

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

29.12.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/yPei3U