Cony Sutter (rechts) und Peter Pfändler sorgen am Freitag in Wangen für Gelächter. «Wenn man Freude am Spielen hat und nicht einfach nur den Text auswendig lernt, wirkt es automatisch spontaner», so Sutter. Bild zvg
Cony Sutter (rechts) und Peter Pfändler sorgen am Freitag in Wangen für Gelächter. «Wenn man Freude am Spielen hat und nicht einfach nur den Text auswendig lernt, wirkt es automatisch spontaner», so Sutter. Bild zvg

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«Wir mochten uns zu Beginn nicht»

Sutter&Pfändler treten am Freitag mit «Glanz und Gloria» in der Buechberghalle in Wangen auf. Im Interview mit unserer Zeitung spricht Cony Sutter über das neue Programm, Humor und Prominente.

Mit Cony Sutter sprach Irene Lustenberger

Euer neues Programm heisst «Glanz und Gloria». Was darf das Publikum erwarten?

Hoffentlich viel Glanz und Gloria (lacht). Vor allem anderthalb Stunden unbeschwerte Unterhaltung, viele Gags, viele Parodien, viel zu lachen. Die Zuschauer sollen den Alltag etwas vergessen können.

Und welches ist der rote Faden durchs Programm?

In den früheren Programmen gab es einen roten Faden, sprich eine Geschichte. Das haben wir in diesem Programm – es ist übrigens das vierte – nicht. Es ist eher Stand-up- Comedy, das heisst Sketche in wilder Reihenfolge. Aber einen roten Faden gibt es insofern trotzdem, weil Peter Pfändler wie in den früheren Programmen das Landei aus Turbenthal verkörpert und ich den überheblichen Stadtzürcher.

Neu parodiert ihr Hausi Leutenegger. Wie ist es dazu gekommen?

Wir sehen ihn hin und wieder und kennen ihn. Und seine Sprache ist wirklich lustig. Peter Pfändler hat ihn stets nachgeäfft. Als wir das neue Programm geschrieben haben, hatten wir die Idee des RTL-«Dschungelcamps». Wir haben uns gefragt, welche Promis für ein Schweizer «Dschungelcamp» geeignet wären und kamen unter anderem auf Hausi Leutenegger. Allerdings wurde es dann keine «Dschungelcamp»-Nummer, sondern es geht um die Neuverfilmung des Rütlischwurs. Aber auch dort passt Hausi wunderbar hinein.

Warum habt ihr euch auf das Parodieren Schweizer Promis spezialisiert?

Peter hat dieses Talent. Schon als wir zusammen beim Radio gearbeitet haben, hat er stets Kurt Aeschbacher imitiert, und das Publikum fand das extrem lustig. Mit den Jahren habe ich dann auch die eine oder andere Rolle übernommen.

Wie muss ein Prominenter sein, damit ihr ihn parodiert?

Das kann ich nicht erklären. Es gibt Prominente, die einem liegen und solche, die einem nicht liegen. Ich kenne zum Beispiel niemanden, der Beni Thurnheer parodiert. Wir haben es auch noch nie gemacht, obwohl ihn jeder kennt. Das ist die Bedingung, wenn man jemanden parodiert: Die Leute müssen ihn kennen. Es gibt dann auch Parodien, die man eigentlich gar nicht machen kann. So imitiere ich zum Beispiel Christa Rigozzi, obwohl das von der Figur her nicht geht. Aber mit der Perücke und der Sprache stimmt es am Schluss trotzdem.

Wie reagieren die Promis auf euch?

Eigentlich ist es ja eine Ehre, wenn man parodiert wird. Weil man parodiert ja nur bekannte Personen. Hausi Leutenegger kam an die Premiere. Er fand zwar, dass wir ihn zwei-, dreimal in die Pfanne hauen, nahm es aber mit Humor. Ansonsten hat sich noch keine der parodierten Personen bei uns gemeldet. Vielleicht müssten wir Mike Shiva oder Chris von Rohr mal einladen (lacht).

Wo liegen Ihre Grenzen?

Die haben wir noch gar nicht ausgelotet ... Aber wir sind definitiv nicht diejenigen, die politische Satire machen, obwohl wir uns das vorstellen könnten. Ob wir dort an unsere Grenzen stossen würden, weiss ich nicht. Schauspielerisch stossen wir aber ganz klar an unsere Grenzen. Das hat aber nichts mit der Bühne zu tun, sondern wenn ein Film gedreht werden soll. Wir versuchen, authentisch zu sein, und wenn ich nicht gerade jemanden parodiere, muss ich mich nicht gross verstellen.

Und kennt euer Humor Grenzen?

Ja, es gibt x Themen, über die ich keine Witze machen würde. Heikle Themen wie Krieg, Israel und so müssen nicht zwingend sein. Und die Gürtellinie ist auch immer ein Thema.

Im vergangenen Jahr seid ihr am Humorfestival Arosa und bei Sky- Dance aufgetreten. Eure Tournee führt euch nun in kleinere Säle. Passt ihr das Programm der Situation oder dem Ort an?

Das Programm ist aktualisiert. Wenn etwas passiert, das wir einbauen könnten, dann machen wir das. Oder dann fliegen einige Nummern raus. Bei der Premiere unseres Programms war aktuell, dass Melanie Winiger mit Stress Stress hat. Das haben wir gestrichen, weil es jetzt kein Thema mehr ist. Manchmal fliesst auch etwas Regionales ein. Wir passen unser Programm also schon an, aber der Grundstock bleibt.

Wie spontan seid ihr auf der Bühne?

Manchm

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

07.03.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/XgPJAS