Die Mitglieder des CoroNuo bereiten sich seit Wochen auf ihre vorweihnachtlichen Auftritte in Wangen vor. Bild zvg
Die Mitglieder des CoroNuo bereiten sich seit Wochen auf ihre vorweihnachtlichen Auftritte in Wangen vor. Bild zvg

Nachrichten

«Wir singen für alle, auch für uns selbst»

Der ehemalige Kirchenchor Nuolen nennt sich Projektchor CoroNuo. Die Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Mario Kühne streben auch im nächsten Jahr vier bis fünf Auftritte an.

Nein, es sei kein hartes Jahr gewesen, das auf den Weggang aus der Kirche Nuolen folgte, sagte Dirigent Mario Kühne auf Anfrage. Dennoch habe es etwas gedauert, bis der Chor sich ohne «geistliche Heimat» neu orientierte. Zerwürfnisse zwischen Kirchenrat und der Chorleitung hatten Anfang Januar zu diesem Schritt geführt. Klar war, dass das geistliche Liedgut zentrales Element des Chorgesangs bleiben würde. «Zudem war uns immer wichtig, auf gutem Niveau zu singen, davon wollen und können wir nicht abweichen», erklärt Mario Kühne weiter. «Dann legten wir als Jahresziel fest, vier bis fünf Mal aufzutreten, was uns auch gelungen ist. Und natürlich gaben wir uns einen neuen Namen.»


Zwei Advent-Auftritte in Wangen


Im April sang CoroNuo eine Gospelmesse im St. Antoniusheim in Hurden. Eine besondere Ehre war der Auftritt mit einer Orchestermesse von W. A. Mozart an der Jubiläumsfeier 275 Jahre Kirche Tuggen im September. Am 13. Dezember, um 19 Uhr, verbreitet der Chor Weihnachtsstimmung im Behindertenwohnheim Höfli; am 22.Dezember,um 15.30 Uhr,ebenso im Seniorenzentrum Brunnenhof in Wangen. Beide Anlässe sind öffentlich, Gäste herzlich willkommen. Im kommenden Jahr findet am Samstagabend vor dem Palmsonntag, am 13. April, ein grosser Auftritt in der Abtei St. Otmarsberg ob Uznach statt; «Requiem» von Charles Gounod und «Friedenskantate» von Armando Pirovino werden mit Chor sowie adhoc-Orchester und Solisten erklingen. Der Chor wird bei der angekündigten Sommershow «Wangen tanzt» ebenfalls auftreten.


Neue Mitglieder gewonnen


«Aber es ist nicht so, dass wir mit Anfragen überhäuft werden», fügt Kühne an. Dies obwohl in unserer Region Kirchgemeinden ohne Chor sind und hüben wie drüben Mitgliederschwund beklagt wird. «Doch das erstaunt mich nicht, ich bin auch nicht davon ausgegangen, dass man sich um unseren Chor ‹reisst›», so Kühne. Sehr erfreulich sei aber, dass CoroNuo fünf Neumitglieder dazugewann. Die Freude an der Musik und am Gesang wird nach wie vor von Profimusikerinnen und -musikern unterstützt: Sarah Maeder (Sopran), Andri Calonder (Tenor), Donat Nussbaumer und Franz Nussbaumer (Violine), Thomas Schuler (Pianist, Arrangeur), Urban Marty (Violoncello), Juli Vogt (Schlagzeug), Dominique Wernli (Bratsche). «Wir erfreuen uns an der Musik und am Gesang. Wir singen und musizieren für alle Leute und für uns selbst», bringt es Kühne auf den Punkt. Ein Drittel aller Chormitglieder sei pensioniert, viele würden sich in mehreren Chören engagieren, man sei mit Begeisterung dabei, auch in den wöchentlichen Proben in der KSA in Nuolen. Diese stehen natürlich auch Interessierten zum Schnuppern offen.


Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Johanna Mächler

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.12.2018

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schwyzkultur.ch/fwLYZq