Franz Lacher ist seit genau 35 Jahren Präsident des Kirchenchores Egg. Bild zvg
Franz Lacher ist seit genau 35 Jahren Präsident des Kirchenchores Egg. Bild zvg

Nachrichten

Zusammen sind die Chöre stark

87. Generalversammlung des Kirchenchores Egg auf dem Etzelpass.

Immer in der Meinradswoche treffen sich die Sänger und Sängerinnen des Kirchenchores Egg zu ihrer Generalversammlung. So auch am letzten Samstagvormittag. os. Vorgängig trifft man sich zum Gottesdienst in der Meinradskapelle. Dieses Jahr jedoch zum ersten Mal ohne den Organisten und Chorleiter Paul Brandenberg sel. und ohne Harmonium. Der Kirchenchor sang Schubert-Lieder und das Meinrad-Lied. Pater Nathanael zelebrierte sehr eindrücklich die Messe. Der heilige Meinrad lebte 7 Jahre an diesem Ort, bevor er sich ins Innere des Waldes zurückzog. Der Chor sei mit ihm verbunden, weil auch er Mensch war. Auch er hätte nicht allein sein können, wenn er nicht Gott in diesem Raum gespürt hätte. Zu den Fürbitten lud Pater Nathanael die Anwesenden ein, ihre Anliegen vorzutragen. Zum Schluss gedachten sie der vier Mitbrüder im Kloster, die vom 4. Dezember bis zum 20. Januar gestor ben sind: Pater Bernhard, Pater Karl, Pater Maurus und Bruder Clemens. Nach der Heiligen Messe begaben sich die Mitglieder in den Georgsaal des Gasthauses Sankt Meinrad. Präsident Franz Lacher eröffnete die Sitzung mit der Begrüssung aller anwesenden Mitglieder, Pater Gerhard Stoll und die Gastsänger aus Einsiedeln Alois Portmann und Josef Oechslin.

Bewegtes trauriges Jahr 2014

Das Protokoll, vorgetragen von der Aktuarin, rief nochmals die Begebenheiten vom vorherigen Jahr in Erinnerung. Kassierin Erika Kälin berichtete anschliessend über den Stand der Kasse. Der Präsident Franz Lacher trug seinen Jahresbericht vor. Das Jahr war geprägt vom Tod des langjährigen Organisten und Chorleiters Paul Brandenberg sel. Diese Tatsache brachte den Kirchenchor Egg in eine schwierige Situation. Das Vereinsjahr begann im normalen Rahmen. Karwoche und Ostern verstrichen, bis das Rücktrittsschreiben ab sofort am 26. April eintraf. Für Pfingsten konnten sie mit Stefan Meyer die Pika Messe proben und darbieten. Für das Kirchenfest St. Johann konnten sie mit Frau Holdener (Euthal) die Limacher-Messe mit fünf Musikanten der MG Egg singen.

Alternativen gesucht

Da sich niemand für die Weiterführung als Organist und Dirigent verpflichten wollte, streckte der Chor seine Fühler nach Einsiedeln aus. So fuhren einige Vereinsmitglieder nach Einsiedeln, um mit dem Cäcilienchor zu proben, so dass sie am 26. Oktober die neu eingeübte Kali Woda Messe in Egg und in Einsiedeln singen konnten. Am 1. November umrahmten sie die Gräberbesuchs-Andacht mit Stefan Meyer und einigen Sängern von Einsiedeln. Im November und Dezember wurde in Einsiedeln recht eifrig ein Teil der Lebkuchenmesse und zwei Weihnachtslieder eingeübt. Diese wurden am 25. Dezember in Egg und Einsiedeln dargeboten.

Wünsche

Für die Zukunft wünscht sich der Präsident, dass alle weiterhin nach Einsiedeln zur Probe kommen, damit sie doch ab und zu ein Amt in Egg aufführen können. Zum Dank für guten Probenbesuch erhalten alle einen grossen Klosterfladen.

Immer weiter krähen

Unter Verschiedenem stellt uns der Präsident eine Reise aufs Brienzer Rothorn in Aussicht. Einer Spende an die Renovation der Jugendkirche stimmen alle zu. Das Schlusswort bekam Pater Gerhard. Er gedachte nochmals der Verstorbenen, Olga Birchler und Paul Brandenberg. 65 Jahre Dienst im Kirchenchor hinterliessen Spuren. Pater Gerhard bezeichnet die Kirchenchorsänger als Nebelkrähen im positiven Sinn. Denn Nebelkrähen sind die treuen Seelen, wobei die Singvögel nur zur Hälfte des Jahres anwesend sind. Auch der heilige Meinrad habe die Raben verehrt. Pater Gerhard dankt zum Schluss allen für das Bemühen, nicht Singvögel zu sein und den Gottesdiensten die Treue bewahren. Um 11.45 Uhr schloss der Präsident die 87. Hauptversammlung und es ging zum gemütlichen Mittagessen mit anschliessendem Lotto über.

Einsiedler Anzeiger

Autor

Einsiedler Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.01.2015

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schwyzkultur.ch/QCrhPU