Heute wird «Schwingerhärz» von Heimweh veröffentlicht. Mit dabei sind unter anderem Markus Stadelmann aus Reichenburg (Zweiter von links), Jens Stössel aus Illgau (Vierter von links) und Bernhard Betschart aus Muotathal (Mitte). Bild Hitmill
Heute wird «Schwingerhärz» von Heimweh veröffentlicht. Mit dabei sind unter anderem Markus Stadelmann aus Reichenburg (Zweiter von links), Jens Stössel aus Illgau (Vierter von links) und Bernhard Betschart aus Muotathal (Mitte). Bild Hitmill

Musik

Hymne auf den Schwingsport

Heimweh, der erfolgreichste Männerchor der Schweiz, veröffentlicht heute die Single «Schwingerhärz» – mit Unterstützung des Schwingerkönigs Kilian Wenger. Das neue Album erscheint Ende Juli.

«I mir schlaht es Schwingerhärz», singen die Heimweh-Männer und vereinen damit in einer Hymne die Fans des Schwingsports aus der ganzen Schweiz. Im Lied selbst schickt Heimweh ihre Melodie auf die Reise: vom Säntis durch das Bündnerland und von der Innerschweiz bis hin zu Eiger, Mönch und Jungfrau. Und am Ende natürlich ins Baselbiet, wo sich am Vorabend des Anschwingens in Pratteln Tausende Schwingerherzen vereinen. An diesem lang herbeigesehnten Wochenende Ende August wird Heimweh «Schwingerhärz» live präsentieren.

Für Schwinger und Fans

Heimweh besteht aus zwölf Männern aus der ganzen Schweiz. Mit dabei sind auch drei Schwyzer: Markus Stadelmann aus Reichenburg, Jens Stössel aus Illgau und Bernhard Betschart aus Muotathal. «‹Schwingerhärz› ist ein Lied, über das, was einen leidenschaftlichen Sportler oder eine leidenschaftliche Sportlerin ausmacht: das Herzblut, das in jeder Faser des Körpers steckt und uns manchmal über uns selbst hinauswachsen lässt», beschreibt Stadelmann. «Es geht um das, was jeden Schwinger, Schwingerfan und Festbesucher ausmacht: das Herz, das für diesen tollen Sport schlägt», ergänzt Betschart.

Betschart, der im Lied die Leadstimme singt, ist selber ein grosser Schwingerfan: «Ich war unter anderem am Expo-Schwinget, Schwarzsee, Unspunnen, Kilchberger, Brünig, Stoos und Rigi, um nur einige zu nennen. Und erst noch war ja das Schwyzer Kantonale bei uns im Muotathal, welches ich selbstverständlich auch besuchte.» Stadelmann blickt sogar auf eine Karriere im Sägemehl zurück. «Ich hatte tatsächlich eine erfolgreiche, wenn auch nur kurze, Schwingerkarriere. Als Jungschwinger kann ich eine 100 %-Siegquote am Klöntaler Buebeschwinget vorweisen – einmal mitgemacht, einmal gewonnen. Auf dem Höhepunkt der Karriere bin ich dann zum Nationalturnen gewechselt», sagt der gebürtige Glarner lachend.

Video mit Schwingerkönig

In einem Lied über den Schwingsport darf natürlich ein «Böser» nicht fehlen. So werden die Sänger im Video von keinem Geringeren als Schwingerkönig Kilian Wenger unterstützt. Keine Sekunde habe er gezögert, als er von Heimweh angefragt

wurde, so Wenger. Im Musikvideo spielt der Berner sich selbst, wie er als grosses Vorbild eines kleinen Jungen mit diesem gemeinsam zum unschlagbaren Team im Sägemehl wird.

«Die Zusammenarbeit mit Kilian war äusserst angenehm. An den Schwingfesten wirkt er immer sehr konzentriert, privat ist er die Ruhe selbst», erinnert sich Betschart an den Videodreh. Der Sänger selbst musste nicht weit fahren, wurde das Video doch am Waldisee im Bisisthal gedreht. «Ich kenne das von anderen ‹Bösen›. Je ‹mächtiger› ein Schwinger ist, desto sanfter ist sein Wesen. Das war auch bei Kilian spürbar. Diese innere Ruhe und Kraft sowie diese Überzeugung, dass er schon recht zupacken könnte, wenns sein muss – das ist schon recht eindrücklich», sagt Stadelmann.

TV-Premiere im «Donnschtig-Jass»

«Schwingerhärz» feiert am 28. Juli grosse TV-Premiere im «Donnschtig-Jass» auf SRF. Das neue Heimweh-Album «Freiheit» erscheint einen Tag später, gefolgt von einer grossen Live-Tournee 2023. Am ESAF in Pratteln darf die Schwinger-Hymne natürlich nicht fehlen. «Es ist immer speziell, vor dem Publikum eines Schwingfestes aufzutreten», so Stadelmann. Zumal der allererste Live-Auftritt von Heimweh ebenfalls an einem ESAF, demjenigen in Estvayer erfolgte. «Und als Glarner hoffe ich natürlich, dass wir dann auch in drei Jahren am ESAF Glarnerland+ auftreten dürfen», fügt er an.

Und welcher Schwinger ist denn der Favorit der beiden Heimweh-Sänger? Markus Stadelmann drückt Roger Rychen die Daumen, Bernhard Betscharts Favoriten sind Kilian Wenger, Pirmin Reichmuth und Samuel Giger. Auf die Frage nach dem Schwingerkönig sind sich die beiden einig: Samuel Giger. «Beeindruckend, was er bisher gezeigt hat. Der Königstitel wäre eine logische Konsequenz. Joel Wicki würde ich den Titel nach dem knapp verlorenen Schlussgang am ESAF in Zug ebenfalls von Herzen gönnen», sagt Stadelmann. Auch Bernhard Betschart tippt auf den Thurgauer. «Samuel Giger ist momentan der kompletteste Schwinger. Oder Damian Ott. Aber es gibt ja bekanntlich immer wieder Überraschungen.»

Höfner Volksblatt und March-Anzeiger / Irene Lustenberger

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

10.06.2022

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www.schwyzkultur.ch/kEaeSi