Die alten Herren mit falschen Masken wurden von den Ibächler Kampfrichtern und Ehrenmaschgraden Franz Inderbitzin, René Gwerder und Franz Schibig genau beobachtet. Bilder: Roger Bürgler
Die alten Herren mit falschen Masken wurden von den Ibächler Kampfrichtern und Ehrenmaschgraden Franz Inderbitzin, René Gwerder und Franz Schibig genau beobachtet. Bilder: Roger Bürgler

Volkskultur

Narrentanz-Gala im Fasnachtsring zu Ibach

Das dritte Gruppennüsseln der Fasnachtsrott Ibach war der Hit – und erst noch mit einem Teilnehmerrekord.

Als unmittelbar nach dem Jahrtausendwechsel die Fasnachtrott Ibach statt dem herkömmlichen Preisnüsseln ein Gruppennüsseln organisierte, rümpften nicht wenige Maschgraden die Nase. Es soll keinen Nüsslerkönig mehr im Talkessel Schwyz geben? So fragte man sich kurz nach dem Tiefpunkt des Narrentanzwettbewerbs mit einmal gerade 17 teilnehmenden Maschgraden. Vieles hat sich seither verändert. Die Schwyzer Fasnacht ist liberaler geworden. Die Filialen Schwyz, Ibach, Seewen und Rickenbach stehen mit ihren Rotten und Maschgraden nur mehr in närrischer Konkurrenz und tragen sich gegenseitig bei den Generalversammlungen, Jubiläen, dem Maschgradenlaufen tagsüber wie nachts und eben auch beim Preisnüsseln. Letzteres nicht zuletzt auch, da viele Schwyzer Fasnachtsfamilien ihren eigenen Nachwuchs zum Mitmachen animierten und dieser wiederum seine Kollegen. Mit 147 teilnehmenden Maschgraden war das dritte Gruppennüsseln der Fasnachtsrott Ibach wohl neuer Rekord. Dass dabei die Traditionsfiguren fast in der Minderzahl, teils mit falschen Masken oder in schrägen Gwändli-Kombinationen, eher in der Minderheit waren, unterstrich den Freigeist, den die Fasnacht im Hauptort ergriffen hat. Anders wird es dann an den drei anstehenden Hauptfasnachtstagen inklusive Blätzverbrennen aussehen. Dann wird die Tradition der Schwyzer Originalgwändli akribisch gepflegt.

Ibächler diesmal vor den Schwyzern


Die Ibächler haben mit ihrem Konzept, alle zehn Jahre ein Gruppennüsseln zu veranstalten, alles richtig gemacht. 49 fast ausnahmslos sehr originelle Gruppen, mehrere Hundert Zuschauer und ein richtig tolles Fasnachtsfest bei schönstem Wetter und bester Stimmung war das Resultat. Dass der Sieg mit der Gruppe «Diä alte Dame» mit Karin Dobler, Angela Auf der Maur und Yvonne Steiner in Ibach blieb, war das Tüpfchen auf dem i. Der letztjährige Nüsslerkönig und Präsident der Schwyzer Nüssler, Alexander Grab, wurde zusammen mit Reto Niederberger unter dem Namen «Two and a half men» Zweiter. Der dritte Nüssler im Bunde war eben der «halbe Mann», Kinder-Preisnüsseln- Seriensieger Siro Trovatori. Der Publikumspreis ging verdient an die «Chäsfüess vom Steinerberg» mit Ursula Schürpf, Edi Item und Reto Schibli.

Bote der Urschweiz / Roger Bürgler

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

10.02.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/iqTBXJ